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Fast jeder wird ihn kennen, den Nikolaus. Aber Achtung! Der Nikolaus ist nicht der Weihnachtsmann, auch wenn sie sich sehr ähnlich sehen; da gibt es große Unterschiede. Um den Nikolaus kreisen nämlich viele Geschichten und er wird überall auf der Welt anders wahrgenommen. Hier erfahrt ihr mehr!

Überlieferung

Heute verbinden wir mit dem Nikolaus die Aufregung am Abend des 5. Dezembers; insbesondere bei den Kindern, die fleißig ihre Stiefel, Strümpfe oder Tellerchen aufstellen und in freudiger Erwartung auf den nächsten Morgen warten. Der Nikolaus kommt in der Nacht uns lässt für die Kinder kleine Geschenke zurück. Meistens sind dies Nüsse, Äpfel, Lebkuchen und Schokolade.

Aber warum ist das so und warum heißt dieser Tag Nikolaus-Tag? Das alles geht auf den Bischof Nikolaus von Myra zurück, der im 3. Jahrhundert n. Chr. geboren wurde. Er hat sich durch viele gute Taten ausgezeichnet, so soll er beispielweise einigen Mädchen das Geld für deren Aussteuer gegeben haben und sein eigenes Erbe dafür genutzt haben. Während der Christenverfolgung durch die damaligen römischen Kaiser soll Nikolaus gefangen gewesen sein. Später hat er an dem Konzil von Nizäa teilgenommen, welches bis heute bekannt ist, denn dort wurde das Glaubensbekenntnis erschaffen, das noch heute in der katholischen Kirche Bedeutung hat. Aufgrund seiner guten Taten wurde Nikolaus nach seinem Tod um das Jahr 350 n. Chr. heiliggesprochen. Da man annimmt, dass er am 6. Dezember starb, wird dieser Tag nun zu seinen Ehren gefeiert. Nikolaus repräsentiert seither die christlichen Werte von Güte, Barmherzigkeit, Ehrlichkeit, Nächstenliebe und Selbstlosigkeit. Das Feiern des Nikolaustages hat sich von Griechenland aus im 6. Jahrhundert n. Chr. über Russland und Italien nach Mitteleuropa ausgebreitet. Im 14. Jahrhundert begann in Deutschland der Brauch des „Bischofspiels“. Dabei durfte an einem Tag ein Kind den Bischof spielen und seine Aufgaben übernehmen. Dies ist der Beginn der Tradition des Beschenkens der Kinder. Etwas später im 15. Jahrhundert weitete sich der Brauch aus. Es wurden „Schiffchen gesetzt“. Man hat in Anlehnung an die Tatsache, dass Nikolaus der Schutzpatron der Schifffahrer ist, kleine Schiffchen gebastelt, in welche dann kleine Geschenke gelegt werden sollten. Heute werden keine Schiffchen mehr gebastelt, sondern Teller, Strümpfe oder Stiefel aufgestellt. Hinzu kommen die Nikolauslieder, die häufig am Nikolausabend gesungen werden. (Wenn ihr euch die Nikolauslieder einmal anhören möchtet, folgt dem Link https://www.youtube.com/watch?v=AssAUb44SO0 ). Etwa im 17. Jahrhundert bekam Nikolaus den sogenannten Knecht Ruprecht an die Seite gestellt, der mit einer Rute ausgestattet die ungezogenen Kinder bestraft, statt ihnen Geschenke zu überreichen.

Soviel zum historischen Ausflug. Nikolaus wird jedoch nicht auf der ganzen Welt gleich gefeiert. Wenn ihr erfahren möchtet, wie die Niederlande, Italien, Frankreich, Russland und Schweden den Nikolaustag zelebrieren, lest weiter. 

So feiert man in den Niederlanden:

In den Niederlanden wird der Nikolaus Sinterklaas genannt und begleitet wird er vom Zwarten Piet. Drei Wochen vor dem 6. Dezember beginnt Sinterklaas seine Reise. Er reist von Spanien mit dem Schiff in die Niederlande, wobei seine Reise sowie seine Ankunft meist live im Fernsehen übertragen wird. Jedes Jahr landet er an einem anderen Hafen an der Küste. Dort stehen dann meist die Kinder als Zwarte Pieten verkleidet und empfangen ihn. In den folgenden Tagen zieht er durch einige Städte und verteilt kleine Geschenke. Aber nicht nur dieses Ereignis wird gefeiert. Die Familien und Freunde feiern auch miteinander. Am Abend des 5. Dezembers, dem packjesavond, beschenken sie sich gegenseitig. Besonders auffällig sind die ausgefallenen Verpackungen der Geschenke.

Frankreich:

Auch in Frankreich kommt dem Nikolaustag eine große Bedeutung zu. Die Reliquien des heiligen Nikolaus liegen in Saint Nicolas de Port. Dieser Ort ist dadurch zu einem Wallfahrtort geworden. Der Legende nach hat ein gefangener Ritter jahrelang zu Nikolaus gebetet. An einem Wintertag, an einem 5. Dezember, wurden seine Gebete erhört, denn er erwachte nicht mehr in seinem Gefängnis, sondern in der Kirche von Saint Nicolas de Port. Um diese gute Tat zu ehren finden am 6. Dezember Fackelprozessionen statt, die in der Basilika der Stadt enden. Dort wird eine heilige Messe abgehalten und anschließend zieht die Prozession weiter. Auch in Frankreich erhalten die Kinder kleine Geschenke und die Städte werden geschmückt.

Italien:

In Italien feiert man ebenfalls am 6. Dezember Nikolaus. Man nennt ihn dort aber San Nicola. Nachts bekommen die Kinder kleine Geschenke, die sie am Morgen auspacken. Der Nikolaustag wird aber nicht besonders groß gefeiert, da in der Weihnachtszeit andere, wichtigere Feiertage zelebriert werden, so beispielsweise Santa Lucia am 13. Dezember und Befana am 6. Januar.

Schweden:

Im hohen Norden ist der Nikolaus weniger bekannt. Nur die katholische Bevölkerung kennt ihn und gedenkt ihm am 6. Dezember. Statt Nikolaus werden hier Lucia und Tomte als heilige verehrt.

So, nun habt ihr einen breiten Überblick über den Nikolaustag erhalten. Wie sieht es bei euch aus? Feiert ihr Nikolaus? Wie feiert ihr?

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